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Grafschaft Moers Geschichts-Stiftung

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König Friedrich I.

Luise Henriette

Steinriesen im Park

Weyhe Gedenkstein

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König Friedrich I. in Preußen

Die alten Häuser am Neumarkt fielen Anfang 1960 der Spitzhacke zum Opfer, um Neubauten im Rahmen der Stadtsanierung Platz zu machen. Geblieben ist am Neumarkt ein Standbild als Denkmal. Es zeigt den Sohn des Großen Kurfürsten von Brandenburg und seiner Ehefrau Luise Henriette.


Der Preußenkönig steht in herrscherlicher Pose, geschmückt mit Allongeperücke und Dreispitz, den Marschallstab in die Seite gestützt. An dieser historischen Stelle des Neumarktes „huldigte die getreue Grafschaft ihrem geliebten Kaiser und Fürsten“, wie es in der Inschrift des Denkmals heißt.


Als Kurfürst Friedrich III von Brandenburg erhielt König Friedrich I. im November 1700 gegen sein Versprechen, das Haus Habsburg militärisch und bei der Kaiserwahl zu unterstützen, die Zusage, dass sein Herzogentum Preußen als souveränes, nicht zum Reich gehöriges Territorium zum Königreich erhoben wird.

König Friedrich I. in Preußen krönte sich 1701 in Königsberg zum „König in Preußen“.


Da der westliche Teil Preußens dem König von Polen unterstand, wurde als Titel „König in Preußen“ gewählt. Den Titel „König in Preußen“ – ein ungewöhnlicher Titel, der an den Höfen Europas für Heiterkeit sorgte – nahm Friedrich I. unter anderem deshalb an, weil er die neue Krone vor etwaigen Ansprüchen Polens schützen wollte, die sich auf „Königlich Preußen“ bezogen, das nach wie vor zum Doppelstaat Polen-Litauen gehörte. Erst nach der „Ersten Polnischen Teilung“ durfte sich Friedrich der Große ab 1772 „König von Preußen“ nennen.


Die Einweihung des Kurfürstendenkmals fand in Gegenwart Ihrer Majestäten, des deutschen Kaisers Wilhelm II. und der Kaiserin Auguste Viktoria statt.


Am Denkmalstandort trennte vor etwa 350 Jahren ein breiter Wassergraben (das „Meer“) die Alt- von der Neustadt.