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Alte Grabsteine - Bonifatiuskapelle

Standort: Mühlenstraße/Rheinberger Straße um die Bonifatius-Kapelle

Anlass: Denken an die Toten aus früheren Jahrhunderten

Spender: die Hinterbliebene

Künstler: verschiedene Steinmetze der jeweiligen Zeit

Symbol: "Ich bin, was ihr morgen sein werdet."


An Stelle der heutigen Kapelle auf dem ältesten Friedhof von Moers an der Ecke Mühlenstraße/Rheinbergerstraße (heutige Grünanlage) befand sich um 900 n. Chr. die erste bäuerliche Ansiedlung mit einer kleinen Kirche, die dem heiligen Bonifatius geweiht war. Die Ansiedlung nannte man "Buytendrop", das Dorf vor der Stadt. Nachdem die Bürger von dort in den Schutz der Burg im 13. Jahrhundert umzogen, wurde dieser Platz zum Friedhof.


Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche zerstört und im Jahre 1803 im alten Stil als Friedhofskapelle erneut errichtet.

Über 400 Jahre alte in Stein gehauene Zeugen der Vergangenheit sind in der heutigen Grünanlage noch vorzufinden. Selbst einige Moerser Grafen sind hier beerdigt. In den Jahren 1880 - 1883 endeten die Bestattungen auf diesem Friedhof.


Die alten Grabsteine aus dem 16. und 17. Jahrhundert erinnern an Menschen aus der damaligen Zeit und deren Wirken. Bei der Betrachtung der ältesten Grabsteine erkennt man ein eingemeißeltes, aufgeschlagenes Buch. Man liest wer verstarb, welchen Beruf er/sie hatte, von wessen Kind er/sie war, wie alt er/sie wurde und an welcher Krankheit er/sie verstarb. Es sind lebendige Erinnerungen an unsere Vorfahren.


So ist auch der Grabstein von Wilhelm Greef (gest. 1875), dem Gründer des Moerser Männergesangvereins, hier zu finden.


Denkt man an die heutigen Grabsteine, so bleiben von uns für die Zukunft kaum Informationen erhalten. Diese wunderschönen, alten Grabsteine erinnern an die Endlichkeit des Menschen: "Ich bin, was ihr morgen sein werdet."


Anne-Rose Fusenig

Einzelstein

Alte Grabsteine auf dem "Alten Friedhof" neben der Bonifatiuskirche