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Römer in Asberg

In der Römerzeit wurde in den Jahren 12–11 v. Chr. das Lager Asciburgium auf dem Gebiet des heutigen Asberg von Drusus, einem Stiefsohn des Augustus, gegründet. Das Lager war Bestandteil des Niedergermanischen Limes und lag unmittelbar an der römischen Straße von der Colonia Claudia Ara Aggrippinensium (Köln) nach Ulpia Noviomagnus Batorvorum (Nimwegen). Das Kastell war ein Haltepunkt auf der Marschstraße von Colonia (Köln) nach Ulpia Noviomagus (Nimwegen), jeweils einen Tagesmarsch (ca. 30 km) von Novaesium (Legionslager Neuss) und Vetera (Xanten) entfernt.


Asciburgium hat bei einer Flächenbelegung von ca. 2,3 ha von Anfang an die Größe eines Auxiliarkastells (neben römischen Legionen waren auch germanische Hilfstruppen in Auxiliarkastells = Kasernen anwesend) gehabt, das für eine Truppeneinheit von 500 Mann bestimmt war.


Die Römer wählten den Standort des Kastells Asciburgium, weil der Ort auf einer Anhöhe direkt an einem schiffbaren Rheinarm lag. Die Mündung der Ruhr in den Rhein sicherte das Kastell gegen Überfälle der Germanen aus dieser Richtung ab. Der Fluss bildete darüber hinaus eine natürliche Grenze. Zudem gab es genügend frisches Quellwasser, der Siedlungsort war vor Hochwasser geschützt und Holz zum Bauen war im Hinterland genügend vorhanden. Noch heute ist der Verlauf des alten Rheinstrombettes deutlich am Winkelhausener und Essenberger Bruch festzustellen

Der Name Asciburgium ist germanischen Ursprungs. Asch, Ask bedeutet auf Altdeutsch = Esche, Eschenbaum, ein zum Schiff ausgehöhlter Baum. Nach dem Schiff, nämlich nach Ask, scheint Asciburgium als Schiffsstadt benannt zu ein. Der Name Asciburgium besagt nichts anderes, als dass man das germanische Wort Askberg verwandte, um zusammen mit der römischen Endung „=ium“ ein Wort zu bilden, das jeder Römer aussprechen konnte.


Das Kastell Asciburgium hatte eher eine defensive Aufgabe. Stets waren zwischen 300 und 500 Legionäre (Soldaten) im Kastell stationiert. Anfangs waren es reine Fußtruppen, die in Zelten wohnten, dann kamen die Reitereinheiten „Ala Frontonia“ und „ala Moesica felix torquata“ aus dem heutigen Ungarn, die feste Holzhäuser kombiniert mit Stallungen und Getreidespeicher bauten.


69 wurde das Lager durch Claudius Civilis, der auf dem Rückzug vom Bataveraufstand war, niedergebrannt, später jedoch wieder aufgebaut und um 85 endgültig verlassen. Die letzte nachweisbare Truppeneinheit – die Ala Moesica - wurde 83 - 85 aus Asciburgium abgezogen. Die späteste in Asciburgium gefundene Münze wurde in den Jahren 81-82 in Rom geprägt.


Zwischen 82 und 90 wurden die Militärverwaltungsbezirke am Limes zu Provinzen des Römischen Reiches. Der Limes (lateinisch ursprünglich „Weg“ vor allem „Grenzweg“, später allgemein „Grenze“) bezeichnete einen von den Römern angelegten Grenzwall oder eine ähnliche Überwachungsanlage an den Reichsgrenzen